Büffel und ihre Bedeutung für Natur, Klima und Umweltschutz
Bubalus bubalis, der domestizierte, also der Hausbüffel, wird in vielen Ländern als Nutztier gehalten. In Deutschland hat er für die Fleisch-und Milchproduktion aber keine besondere Bedeutung. Aber mit dem Rückgang der Großtiere auf unseren Wiesen, Feldern und Weiden, verändert sich unser Landschaftsbild mehr und mehr. Gerade in Feuchtgebieten entwickeln sich Landschaften ohne Pflege zu Monokulturen und maschinelle Pflege schadet oft mehr als sie nutzt. Deshalb sind unsere Wasserbüffel auch in gewisser Weise Landschaftspfleger. Sie halten Schilf und invasive Gräser kurz, verhindern die Verschattung und helfen somit seltenen Pflanzen zur Entwicklung. Sie sorgen mit ihren breiten Hufen für Micro-Feuchtgebiete, in denen Lurche und Kleinstlebewesen Entwicklungsmöglichkeiten haben und in ihren Hinterlassenschaften, dem Dung, entwickeln sich Insekten, die wiederum als Nahrung vieler Vögel dienen. Unsere Landschaftsgärtner lassen also hoffen, dass sich auf unserer Wiese schon bald wieder Pflanzen einfinden, die längst auf der Liste bedrohter Arten stehen, das Lurche Heimat finden und vielleicht auch der Kiebitz hier wieder ein Territorium findet.
Wasserbüffel sind keine Kuscheltiere, ihnen vertraute Menschen begegnen sie aber mit Respekt und Zuneigung. Unsere Wasserbüffel führen bei uns ein artgerechtes Leben, sie dienen keiner Milch-oder Fleischproduktion. Zu unseren ehrenamtlichen Betreuern können sie somit eine enge Bindung aufbauen und Zeit verbringen.
Das Artenschutz Beweidungsprojekt im Werden und Sein
Fotonachlese: Gemeinsam für die Artenschutz-Beweidung u.a. Schutzanstrich Büffel-Unterstand, Kontrollgang Freihalten des Weidezaunes, bohren des Brunnens, Aufstellen des Schutzzaunes für die Krebsschere und anschließendes Picknick







